ENADA – NUR KEINE LEERE AUFKOMMEN LASSEN

Inszenierung mit der 12. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Witten 2017

Sie werden heute Abend im Zuschauerraum sitzen – also werden Sie wohl die Zuschauer in diesem Theaterstück sein. Purl Schweitzke und Lum befinden sich auf der Bühne – also werden sie die Figuren in diesem Stück sein. Aber wer entscheidet denn nun, was in dem Stück eigentlich geschieht? Der Leiter des Fortgangs ist hier jedenfalls für die Unterhaltung zuständig. Weil irgendeinen Sinn muss es ja geben und irgendwer muss ja auch ein wenig Struktur in die Sache bringen. Hier wird heute Abend eine Fernsehshow produziert - also werden Sie wohl das Studiopublikum sein. Es werden bedeutende Gäste aus Historie und Medien auftreten, die die Möglichkeit erhalten, eine Nachricht an das All zu senden, eine Nachricht für die Welt da draußen. Als Zusammenfassung ihres Lebens – festgehalten für die Nachwelt. Was bewegt die Menschen? Was treibt sie an? Hier haben heute Abend alle die Sehnsucht nach einer sinnvollen Aufgabe. Allen Überforderungen des Lebens zum Trotz werden wir nach Antworten suchen und um unser Dasein ringen.Sie hingegen dürfen sich zurücklehnen und unterhalten lassen. Und wenn Sie sich hin und wieder fragen sollten, wie das alles zusammenhängt, ist das schon gut so. Vielleicht ist es ja auch alles bloß Zufall. Wir wollen Ihnen nicht vorgaukeln, dass die Welt systematisch sei. Nichts ist in Ordnung! Die Welt ist ein Wirrwarr!

Nach EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL - einem der erfolgreichsten Stücke der Gegenwartsdramatik -„Preisgekrönt. Kompliziert. Kompromisslos. Unspielbar“ (Nachtkritik).
Von WOLFRAM LOTZ, Preisträger des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens und Vertreter des unmöglichen Theaters, „Nachwuchsautor des Jahres“ 2011 und „Dramatiker des Jahres“ 2015

mit
Elisa Tauschel, Leonie Belz, Cathrien Gontrum, Laura Sternke, Anna Fuhrich, Erik Matros, Carola Mittelstraß, David Söhngen, Sebastian ühn, Vincent Flemming, Mesian Matthiessen, Torben Holub, Chris Valentin, Phillip Brüggemann, Noah Kernd, Enka Wolff, Valerie Scheer, Anna-Maria Saria

Regie
Sophia Godau & Milena Kaute

Mit herzlichem Dank an Elvira Dannhäuser, Sylve Schneider und die Rudolf Steiner Schule Witten