Performative Verhandlung über Büchners DANTONS TOD, die Sehnsüchte der Studentenbewegung der 60er und 70er Jahre; darüber wie man sich als Mensch zur Welt stellt und welche Zeit welche Wunden hinterlässt

06., 07. & 08. APRIL 2018 | 20:00 UHR
Rottstr5 Kunsthallen

Die Schritte der Menschheit sind langsam, man kann sie nur nach Jahrhunderten zählen; hinter jedem erheben sich die Gräber von Generationen. Ist es denn nicht einfach, daß zu einer Zeit, wo der Gang der Geschichte rascher ist, auch mehr Menschen außer Atem kommen? Vielleicht ist unser Schmerz der Postmoderne der Schmerz eurer versandeten Revolution und der Revolution die ich selbst von vornherein zum Scheitern verurteilte. Das sind die Träume vergangener Generationen.

DANTONS TOD wird gerne betitelt mit DAS Revolutionsdrama und spricht doch vorallem vom Scheitern. Der Menschen, der Revolution, an sich, aneinander. Zu fragen bleibt warum und ob es wirklich ein Scheitern ist, oder ob es nicht nur ein Kern des Dramas sondern auch des Gedanken von Revolution an sich ist. Weil das WOGEGEN – das ist ja alles noch da. Das ist heute nach 50 Jahren genauso noch da wie am Ende des Dramas.

Mit 8 Darsteller_innen und Musikern zwischen 19 und 71 fragen wir ob unsere Zeit Schicksal oder Aufgabe ist, ob Hoffnung immer vergeblich ist und Sehnsucht immer Unmöglichkeit und wieviel Wiederholung Geschichte ist.

Musik, Erinnerungen, Träume, Versuche, Utopien, Proteste, Gedanken und verweben sich zu einer widerständigen dokumentarischen Realdystopie.

mit Josa Butschkau, Ursula Dreier, Hans-Jürgen Godau, Ulrich Krämer, Inge Plätz-Korthaus, Jan Schomann, Gabriel Schunck, Michael Teichert
Regie Sophia Godau | Co-Regie Milena Kaute
Musikalische Leitung Tilmann Godau
Bühne & Technik Kolja Klar | Sebastian Pittler
Mentorat Ursula Jenni


Diplomprojekt im Master Theater an der ZHdK

Gefördert durch den
Freundeskreis Prinzregenttheater
im Rahmen von FLOATING ROOMS

Ermöglicht durch